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Unter der Kalligrafie versteht man die Kunst des Schönschreibens. Der aus dem Griechischen stammende Begriff beruft sich hierbei vor allem auf das Geschick, beim Schreiben mit einem Federkiel, Pinsel und Tinte umzugehen.
Allerdings lässt sich über Schönheit in allen Bereichen streiten – so auch bei der Kalligrafie. Deswegen sollte die Kalligrafie nicht subjektiv ausgelegt werden. Als Maßstab dient hier die vor bereits Jahre vor Christus die Welt eroberte. Und auch heute noch findet man Menschen, die einen hohen Wert auf die Kunst des Schönschreibens legen. Angesprochen ist hierbei vor allem der asiatische Raum. Die Kalligrafie soll nicht nur zu einem ästhetischen Schriftbild verhelfen, sondern dem Schreiber auch die Möglichkeit geben, seinen Emotionen in Schrift und Wort Ausdruck zu verleihen. Gerade bei heiligen Schriften wurde die Kalligrafie häufig angewendet. Dabei ist es unerheblich, ob sich der gesamte Text auf die Kalligrafie beruft oder ob nur der erste Buchstabe eines Kapitals als einleitende Ästhetik in Schönschrift geschrieben wurde. Viele Kalligrafen reden noch heute von der Meditation, in welche sie sich beim Schönschreiben vertiefen können. Allein durch die Beschäftigung mit der Verschnörkelung bestimmter Wörter und Zeichen kann man in sich kehren. Hier kommt der Kalligrafie eine ebenso wichtige künstlerische Bedeutung zu wie dem Malen eines Bildes oder dem Meißeln. Obgleich die Kalligrafie noch immer lebendig ist, kommt ihr zumindest in der westlichen Welt eine andere Bedeutung zu als zu damaligen Zeiten. War es früher eine Ehre, die Kalligrafie auszuüben, wird diese heute meistens nur noch hobbymäßig betrieben. Anwendung findet sie dort, wo es um das Gestalten von wichtigen Dokumenten geht. So werden Plakate oder Urkunden häufig in einem kalligrafischen Stil erstellt. Ein berühmter Kalligraf der westlichen Welt ist Edward Johnston, der mit seiner Foundational Hand den Durchbruch in dieser Szene schaffte. Eine nicht minder große Bedeutung hatte die Kalligrafie in der arabischen Kultur. Dadurch, dass im Koran Bilder verboten waren, wurden sehr viele Emotionen durch die Anwendung kalligrafischer Instrumente ausgedrückt. In China und Japan hingegen ist die Kalligrafie auch noch im 21. Jahrhundert präsent und hat ihren ursprünglichen Glanz keinesfalls verloren. Zu erwähnen seien hier insbesondere die Hilfsmittel, welche noch nach Jahrtausend alter Tradition verwendet werden. Neben den Tuschstangen, -steinen und Pinseln kommt auch dem Papier eine sehr wichtige Rolle zu. Die Künstler versuchen hier, ihre Emotionen durch ihre kalligrafischen Werke an die Öffentlichkeit zu bringen. Zwar wird dadurch die Lesbarkeit der Werke und Schriften um ein erhebliches eingeschränkt, jedoch wird dabei gleichzeitig die Ausdruckskraft hervorgehoben. Vorzufinden sind kalligrafische Werke in China mittlerweile in fast jedem Garten. Auf steinernen Schrifttafeln oder Namensschildern findet man die Kunstwerke vor. Die Chinesen selbst sehen die Kalligrafie und die dadurch entstandenen Werke als Schmuckelemente an und verwenden sie zur Verzierung in Garten und Haus. Kalligrafisch dargestellt werden unter anderem Zitate aus berühmten und bedeutenden Gedichten. Während einige Kalligrafen heutzutage auf die Besonderheiten der Kalligrafie verzichten, war früher Pergament oder Papyrus eine sehr feine Variante als Untergrund für verschönerte Schreibweisen. Jedoch war die Kalligrafie unter anderem dadurch nicht jedem Menschen zugänglich. Federkiel und Pergament waren teuer Utensilien, die sich nicht jeder leisten konnte. In der heutigen Zeit hingegen sind diese Hilfsmittel leichter und günstiger zu bekommen. Vermittelt wird das Wissen um die uralte Kunst der Kalligrafie noch heute. Einige Zeichenkurse haben es sich als Schwerpunkt gesetzt, ihren Lehrlingen die Kunst des Schönschreibens zu vermitteln. Verwenden kann man die Lehren der Kalligrafie noch heute. Selbst geschriebene Gedichte bekommen eine ganz persönliche Note, wenn sie mit kalligrafischen Instrumenten ausgeschmückt werden. Bis heute hat es keine andere Schrift geschafft, so viel Aufsehen zu erzielen und gleichzeitig eine so große Begeisterung bei den Menschen hervor zu rufen.
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