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Graffiti PDF Drucken E-Mail
Graffiti kann sowohl in den Bereich der Schriften eingeordnet, als auch als eigene Kunst angesehen werden.Zuorbar wird Graffiti nur dann, wenn man sich die unterschiedlichen Arten ansieht und an Hand der Technik differenziert.

Allgemein versteht man unter Graffiti aber Schriftzüge und Zeichnungen, die entweder legal oder illegal an öffentlichen Flächen angebracht werden.

Aus dem Italienischen übersetzt bedeutet das Wort Graffiti „mit dem Griffel kratzen“ und umschreibt damit auch zugleich die ursprüngliche Technik, welche beim Graffiti angewendet wurde. Um eine Mehrzahl von Graffiti zu beschreiben, verwendet man im deutschen Sprachraum hauptsächlich die Ausdrücke Graffitis und Graffiti.

Heutzutage kann man an zahlreichen öffentlichen Einrichtungen Graffiti-Malereien entdecken. Nicht immer wurden diese mit dem Einverständnis des Halters auf die Gegenstände angebracht. Ein immer beliebter werdendes Ziel von Graffiti sind Straßenbahnen oder U-Bahn-Stationen. Doch es gibt auch Graffiti, die eigens als Verschönerung oder zur Verwendung von Reklame mit einer Einverständniserklärung angebracht wurden.

Ursprünglich entstanden die Graffiti-Bewegungen durch die immer weiter fortschreitende Hip-Hop-Kultur, wodurch sich als Entstehungszeit für Graffiti die 1970er Jahre festlegen lassen. Alles begann damit, dass ein griechischer Botenjunge in New York seine Namenskürzel des in der Szene noch heute üblichen Pseudonyms an die Wände und Mauern der Stadt kritzelte. Als dieser Fall Aufsehen erregte, gab es zahlreiche Nachahmer, die es dem griechischen Jungen gleich taten und damit die Graffiti-Kunst gebaren. Zu Beginn war Graffiti zwar noch nicht mit den heutigen Ausströmungen vergleichbar, dennoch bezeichnen Experten dieses „Tagging“ als den Ursprung des Graffiti. Gekritzelt wurde zur damaligen Zeit mit einem Filzstift oder einem Marker.

Mit der fortschreitenden Zeit wurde Graffiti mit einfachen Filzstiften jedoch zunehmendes weniger beliebt und man berief sich auf die Sprühdosen. Mit dem Einsatz dieser kam es schnell zur Weiterentwicklung des Graffiti. Verschiedene Stile und Techniken wurden angepasst und in vielen Teilen von Städten verbreitet.

In Europa wurde Graffiti allerdings erst später bekannt. Ausschlaggebend waren hier die beiden Filme „Wild Style“ und „Beat Style“, welche maßgeblich zur Entstehung des Graffiti in den 1980er Jahren im europäischen Raum beitrugen. Mittlerweile gehört Graffiti zu einem der wesentlichen Bestandteile der Richtung Hip-Hop.

Nachdem Graffiti in nahezu alle Gegenden vorgedrungen war, gab es viele Nachahmer, die ihr Handwerk nicht beherrschten und ihre Pseudonyme an zahlreichen Stellen platzierten, die für große Aufsehens sorgten. Dadurch, dass das Beschriften von U-Bahnen weitgehendst illegal war, gab es eher negative Schlagzeilen, die Graffiti etwas in Verruf geraten ließen. Bekannte und erfolgreiche Graffiti-Künstler sind zum Beispiel Keith Haring und Jean-Michel Basquiat.

Die Gründe, warum sich ein Künstler dem Graffiti verschreibt, können höchst unterschiedlich sein. Eine Motivation, welche einen zum Besprühen und Kritzeln anregt, ist sicherlich die Selbstverwirklichung. Es gibt aber auch Gruppen, die sich durch die Auslebung des Graffiti strafbar machen, da sie mutwillig das Eigentum anderer besprühen. Oftmals liegt der Grund hierfür darin, dass man durch eine Mutprobe in eine Gruppe aufgenommen werden möchte oder dass man sich an den Sprühen in einer Gruppe beteiligt, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl verspüren zu können. Nicht selten findet man aber auch Künstler des Graffiti-Bereichs vor, die zunächst illegal ihre Werke zur Schau gestellt haben und jetzt nur noch dann arbeiten, wenn sie engagiert werden.

Objekte, die mittlerweile sehr gerne zum Besprühen benutzt werden, sind Unterführungen, Wägen der Deutschen Bahn, Autobahnbrücken oder Häuserwände. Unabhängig davon, ob die Ausübung von Graffiti an diesen stellen illegal ist, so verletzt es dennoch nicht die ethnischen Grundsätze, wie es in etwa das Besprühen von Grabsteinen tut.

In der Szene des Graffiti herrschen aber eigene Regeln und so werden Gebäude und Objekte, die als sehr schwer zu erreichen sind, sehr gerne als Untergrund verwendet, damit man unter anderem auch seinen Mut beweisen kann.

Um die Zahl der illegal durchgeführten Besprühungen weiter einzuschränken, finden vermehrt Graffiti-Wettbewerbe statt, in welchem man Sprühern auch größere und auffälligere Gebäude zur Verfügung stellt.

 
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