Schriften.de | Suche | Login | Sitemap
Geschichte der Schrift | Schrift Informationen | Kontakt
Aktuell 6 Gäste online
0 Besucher
Blindenschrift
Fonts
Alphabetisch
Kategorien
Themen
Gebrauch
Suche
Informationen
Schreibschrift
Blindenschrift
Alphabet
Chinesische Schrift
Deutsches Alphabet
Koreanische Schrift
Arabische Schrift
Geheimschrift

Schrift Schnitt

Schriftarten

Themen

    Gebrauch

   Kategorien

Blindenschrift PDF Drucken E-Mail
 

Blindenschrift

Etwa gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Blinden das Lesen durch eine speziell entwickelte Blindenschrift ermöglicht. Bis heute hin hat diese Schriftform Relevanz und scheint ständig zu wachsen. Immer größer wird das Interesse an der Blindenschrift und an Werken, die in ihr verfasst wurden.

Im Jahre 1829 entwickelte der französische Blindenlehrer Louis Braille die Blindenschrift und berief sich dabei auf den Tastsinn. Da dieser bei Blinden in der Regel sehr gut ausgeprägt ist, hatten sie nun das erste Mal eine eigenen Form, sich auszudrücken und auf schriftlichem Wege miteinander zu kommunizieren. Heutzutage ist die Blindenschrift wichtiger denn je, räumt die blinden Menschen die Möglichkeit ein, sich integriert zu fühlen.

Gelesen werden kann die Blindenschrift mit Hilfe der Finger. Zuvor müssen alle Zeichen und ihre Bedeutung allerdings erlernt werden, so dass man dann später die Möglichkeit hat, das Geschriebene zu einem Text zusammen zu fassen. Mittlerweile existieren unterschiedliche Schriftsysteme. Eines davon ist das Monoalphabet. Die heute am gängigsten und am weitesten verbreitete Blindenschrift ist die so genannte Brailleschrift. Zum leichteren Verständnis und zur Abgrenzung der Schrift von sehenden Menschen bezeichnet man die bereits seit mehreren hundert Jahren bestehende Schrift als Schwarzschrift.

Um auf die Entwicklung der Blindenschrift zurückzugreifen, sollte erwähnt werden, dass mit der Entwicklung dieser Blindenschrift noch lange keine Verbreitung der selbigen von Statten ging. Da gesammelte Schriftstücke oftmals sehr umfangreich waren, gab es ein erhöhtes Porto, welches doch 57 Jahre später in das ermäßigte Drucksachenporto umgewandelt wurde. Mit dem Fortschreiten der Zeit wurde die Blindenschrift immer wichtiger und gewann an Attraktivität. Somit beschäftigte man sich auch damit, die Portokosten so weit wie möglich herabzusetzen, bis es ab dem Jahr 1923 eine Einheitsgebühr von 3 Pfennig gab. Verschicken konnte man dafür Schriftstücke bis zu einem Gewicht von 5 Kilo.

Noch immer unterscheidet man bei der Blindenschrift zwei höchst verschiedene Formen. Die Reliefschrift behält die üblichen Buchstaben aus der Schwarzschrift bei und verändert diese lediglich so, dass sie für Blinde tastbar sind. Wohingegen die Punktschrift eine vollkommen abgewandelte Form ist und nur aus Punkten besteht, welche in einem Code angegeben sind und zum besseren Verständnis erst übersetzt werden müssen. Außer den beiden genannten gab es im Laufe der Zeit auch andere Blindenschriften, welche jedoch nicht auf die Wünsche und Bedürfnisse von blinden Menschen eingingen und deswegen keinerlei Zukunft hatten.

Charakteristisch für die Punktschrift ist der enorme Platzbedarf. In der Regel muss man ein dickeres Papier verwenden, welches nicht gleich einreißt. Zudem sind die aneinander gereihten Punkte größer als die in der Schwarzschrift verwendeten Buchstaben. Ein Beispiel für den enormen Umfang der Punktschrift findet man im Duden. In der Blindenschrift besteht der gesamte Duden aus insgesamt 18 Bänden. Damit die Portokosten für einen brieflichen Austausch zwischen Blinden nicht zu hoch werden, hat sich die Deutsche Post dazu entschlossen, Briefe, welche mit „Blindensendung“ gekennzeichnet sind, portofrei an ihren Zustellungsort zu befördern.

Da der große Platzumfang, welchen die Blindenschrift einnimmt, kaum einem verborgen blieb, gab es zahlreiche Versuche, die Blindenschrift zu verkürzen. So entstanden vor einiger Zeit die Blindenkurzschrift und die Blindenstenografieschrift.

 
< zurück   weiter >
Impressum | AGB | Schlüsselwörter